Wettkampfregeln

Veröffentlicht: Montag, 20. January 2014

 

Ziel des Kampfes

Die Kämpfer versuchen innerhalb der Kampfzeit ihren Gegner auf die Wettkampfmatte zu werfen, ihn über eine gewisse

Zeit im Haltegriff zu halten, ihn zur Aufgabe durch Würgegriff zu zwingen oder ihn am Arm abzuhebeln.

 

 

Das Kampfgericht

Jeder Wettkampf wird durch einen Hauptkampfrichter und ein/zwei Außenrichter geleitet. 

Am Mattenrand befindet sich der Kampfrichtertisch. Hier sitzen die Zeitnehmer sowie die

Registratoren. Sie stoppen die reine Kampfzeit und zeigen die durch die Kampfrichter

vergebenen Wertungen an einer Tafel an.

 

 

Die Wertungen

IPPON (10 Punkte)

Der Kampfrichter verkündet Ippon wenn...

- Ein Kämpfer seinen Gegner mit Kontrolle sowie Kraft, zum großen Teil auf den Rücken wirft

- wenn ein Kämpfer seinen Gegner 20 Sekunden mit Haltegriff am Boden hält

- wenn ein Kämpfer zweimal abklopft und dadurch aufgibt

- wenn dies ein Ergebnis eines Würgegriffs oder eines Hebels ist und der Gegner durch abklopfen aufgibt

   bzw. die Wirkung ersichtlich ist.

 

WAZA-ARI (7 Punkte)

Der Kampfrichter verkündet Waza-ari wenn...

- Wenn ein Kämpfer seinen Gegner mit Kontrolle wirft, aber die Technik teilweise unvollständig

   ist in einem der drei Faktoren, die für die Erreichung eines "Ippon" nötig sind

- wenn ein Kämpfer seinen Gegner mit Haltegriff hält und dieser sich 15 Sekunden lang oder

  mehr, aber weniger als 20 Sekunden lang nicht befreien kann

Ein "Waza-ari" beendet die Begegnung nicht. Zwei Waza-ari hingegen ergeben einen lppon (Waza-ari awasete Ippon).

 

YUKO (5 Punkte)

Der Kampfrichter verkündet Yuko, wenn...

- seiner Meinung nach ein Kämpfer seinen Gegner mit Kontrolle wirft, aber die Technik in zwei

  oder drei Faktoren  unvollständig ist, die nötig sind, um Ippon zu erreichen oder dieser z. B.

   nach Wurfausführung auf der Seite landet.

- ein Kämpfer seinen Gegner mit Haltegriff hält und dieser sich mindestens 10 Sekunden lang

   nicht befreien kann.

 

 

Die Strafen

Der Kampfrichter kann den beiden Kämpfern Strafen (Shidos) zusprechen, sobald ein Verstoß gegen das

Regelwerk vorliegt. Alle Strafen werden addiert, sie führen nicht zu einer Wertung für den Gegner.

Allerding führen 4 Schido´s zum einem Hansoku-make.

Bei mehrmaligen Verstößen gegen das Regelwerk oder grober Unsportlichkeit gegen den Gegner,

Kampfrichter oder die Zuschauer wird dem Kämpfer Hansoku-make (Disqualifikation) ausgesprochen.

Dies entspricht einem Ippon für den Gegner und führt für den Bestraften zur sofortigen Disqualifikation

 

Der Kampfrichterentscheid (Hantei)

Wenn auf der Anzeigentafel keine Wertungen angezeigt sind, oder genau dieselben Wertungen von beiden Kämpfern

erreicht wurden, entscheiden die Kampfrichter über den Ausgang der Begegnung. Die Kampfrichter zeigen, nach Ansage

"Hantei" durch den Hauptkampfrichter, ihre Entscheidung durch blaue oder weiße Fahnen/Kellen an. 

Bei Mannschaftswettbewerben gibt es die Möglichkeit, daß eine Begegnung unentschieden ausgeht. Der Kampfrichter

verkündet in diesem Fall Hike-wake (Unentschieden).

 

Bekleidung

Beim Kampf stehen sich zwei Judoka bekleidet mit Judoanzug gegenüber, dem Judogi genannt. Der Judogi wird durch

einen um die Hüfte gebundenen Gürtel gehalten. Die Gürtelfarbe variiert mit dem Grad, den der Kämpfer inne hat. Von

Weiß-Gelb, Gelb, Gelb-Orange, Orange, Orange-Grün, Grün, Blau, Braun (Schülergrade) bis hin zum Schwarzen Gürtel

(Meistergrad). 

Wenn beide Kämpfer im weißen Judogi antreten, trägt jeder Kämpfer zusätzlich zu seinem Gürtel einen weiteren

"Kampfgürtel". Der erst aufgerufene Kämpfer trägt Rot, der andere einen weißen Gürtel. Wenn der erst genannte Kämpfer

sich dafür entscheidet im blauen Judogi zu kämpfen ist die Unterscheidung durch Kampfgürtel nicht mehr nötig.

 

Die farbliche Kennzeichnung (durch Kampfgürtel oder unterschiedliche Judogi) helfen dem Kampfrichter, den

Tischbesetzungen sowie den Zuschauern die beiden Kämpfer zu unterscheiden.

 

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